„Zwei Siege müssen unser Ziel sein“
 DFB-Frauen treten in der WM-Qualifikation
 gegen Irland und die Schweiz an
 

Der Auftrag für die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes vor den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Irland und die Schweiz ist einfach formuliert. Jeweils drei Punkte sollen in der Partie in Dublin am Samstag, 26. August, ab 14.15 Uhr (live im ZDF) und in Schaffhausen am Mittwoch, 30. August, ab 16.00 (live im ZDF) eingefahren werden. „Zwei Siege müssen unser Ziel sein. Die Russinnen haben schließlich vorgelegt, wir müssen nachziehen, damit wir am letzten Spieltag in Moskau tatsächlich ein Endspiel haben werden“, sagt DFB-Trainerin Silvia Neid. Nur die erstplatzierte Mannschaft der Gruppe 4 qualifiziert sich für die Weltmeisterschaft im kommenden September in China.

Auf ein ordentliches Stück Arbeit stellt sich die DFB-Auswahl bei den beiden Auswärtsspielen ein. „Gegen uns sind alle Mannschaften hochmotiviert“, erklärt Silvia Neid. Eine Erkenntnis, die sie nach den ersten vier Qualifikationsspielen gewinnen konnte. In lebhafter Erinnerung ist dabei noch das Hinspiel gegen die Irländerinnen. Beim 1:0-Sieg in Cottbus im vergangenen Mai tat sich der amtierende Welt- und Europameister schwer. Ein frühes Tor von Petra Wimbersky und anschließend ein hartes und zähes Anrennen auf den irischen Kasten. „Da war ich nicht zufrieden, weil wir einfach viel zu viele Chancen ausgelassen haben. Das können wir besser machen“, sagt die DFB-Trainerin.

Die irische Torfrau Emma Byrne (Arsenal London) hatte zwar einen arbeitsreichen Nachmittag, doch machten es ihr die deutschen Angreiferin auch relativ leicht. „Sie verfügt zwar über ein gutes Stellungsspiel, aber wir haben sie regelrecht warm geschossen“, sagt Silvia Neid. Erschwerend sei sicherlich auch hinzugekommen, dass die Irländerinnen ein gutes Zweikampfverhalten und großen Willen gezeigt hätten, dennoch lässt die DFB-Trainerin keinen Zweifel daran, dass sie es ihrem Team zutraut, besser spielen zu können. „Ich erwarte, dass wir cleverer auftreten, einfach intelligenter spielen“, so Silvia Neid.

Mehr Spielwitz und Spielfreude fordert sie von ihrer Mannschaft. Von daher ist sie froh, dass Spielmacherin Renate Lingor (1. FFC Frankfurt) wieder mit von der Partie ist, nachdem die Frankfurterin noch bei der Begegnung mit Italien am 3. August passen musste. Von den Pässen und Ideen der zentralen Mittelfeldspielerin sollen die Offensivspielerin um Birgit Prinz, die ihr 150. Länderspiel absolvieren wird, profitieren.

Zum Aufgebot gehört auch wieder Steffi Jones (1. FFC Frankfurt). Damit hat Silvia Neid in der Innenverteidigung die Qual der Wahl. Denn auch die zuletzt sehr positiv in Erscheinung getretene Annike Krahn (FCR 2001 Duisburg) und Ariane Hingst (1. FFC Frankfurt) gehören dem Kader an. Grundsätzlich hat der DFB-Trainerin das Defensivverhalten ihrer Mannschaft beim 5:0-Erfolg über Italien gefallen. „Das war ein richtig gutes Zusammenarbeiten auf allen Positionen. Das war so, wie ich es eigentlich immer sehen möchte“, sagt sie.

Und dann steht mit Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt) noch ein Neuling in der Mannschaft. Die Mittelfeldspielerin soll eine Bewährungschance erhalten. „Ich möchte sie spielen sehen. Ich habe so viel Vertrauen in sie, dass ich kein Problem habe, sie einzusetzen“, erklärt Silvia Neid. Ob sie die Gelegenheit gegen Irland oder die Schweiz, über 90 Minuten oder kürzer erhält, das wird die DFB-Trainerin jedoch erst noch entscheiden.